Posts mit dem Label Aluminium werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Aluminium werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

3. November 2008

Motorraumhaube aus Aluminium



Auch Aluminium kann korrodieren, wie man hier an zwei Fehlstellen auf einer Motorraumhaube sehen kann.



In der Großaufnahme (Foto anklicken) kann man erkennen, wie sich die Korrosion immer weiter unter den Lack frisst und die Fehlstelle vergrößert.



Nach dem Sandstrahlen erkennt man den Materialverlust durch die Korrosion. Das weiche Aluminiumoxyd und auch der alte Lack ist ab.
Man erkennt an diesem Foto aber auch, wie sensibel und selektiv das Sandstrahlen ausgeführt werden kann. Wo der Lack das Aluminium geschützt hat, ergibt sich eine fein aufgeraute aber allgemein glatte Oberfläche. Wo die Oberfläche dagegen unregelmäßig ist, hat die Korrosion sich in das Material hineingefressen. Ein Materialabtrag am gesunden Aluminium durch das Sandstrahlen finden faktisch kaum statt.

25. Januar 2008

Aluminium-Druckguss nach dem Glasperlenstrahlen



An diesem Lüfterrad befanden sich harte Ablagerungen aus Kalk und Feinststaub. Nach dem Strahlen mit Glasgranulat ergab sich dieses Oberflächenbild.

10. Januar 2008

Motorradrahmen restaurieren: sandstrahlen oder glasperlenstrahlen


Für die fachgerechte Restauration ist das Sandstrahlen von Motorradrahmen eigentlich eine Notwendigkeit und als Standartleistung auch nicht so teuer. Das Ergebnis ist eine perfekte vorbereitete Oberfläche zur anschließenden Lackierung oder Pulverbeschichtung, die man selbst bei noch so viel Anstrengung mit Schleifen und Bürsten nicht hinbekommt.

Immer wieder werden wir aber gefragt, ob das Sandstrahlen nicht zu aggresiv sei und wieviel Material denn dabei verloren gehe. Nach unserer Einschätzung ist das manuelle Freihandstrahlen bei gleichzeitiger optischer Kontrolle der Ergebnisse, wie wir es praktizieren, wesentlich materialschonender als das Abschleifen. Zum Beweis hier eine Detailaufnahme einer Fahrgestellnummer nach dem Sandstrahlen mit einer Schweißnaht als Größenvergleich. Bitte genau hinsehen: Die Farbe ist aus den Zahlen herausgestrahlt und die Zahlen sind immer noch gut zu lesen. Es sind sogar noch die Randwulste vorhanden, die sich durch das Einschlagen der Zahlen ergeben haben! So viel zum Thema Materialabtrag.


Kein Motorradrahmen gleicht dem anderen. Eine prinzipielle Unterscheidung für uns ist das Material. Alu- oder Edelstahlrahmen werden entweder nur, zumindest aber abschließend mit Glasgranulat gestrahlt.



Auch hier eine Detailaufnahme der fertigen Oberfläche. Das Typenschild haben wir natürlich vorher abgeklebt (und die Nummer unkenntlich gemacht). Edelstahl nach dem Sandstrahlen nicht mehr mit Fettfingern anfassen! Das gibt Probleme beim Pulverbeschichten. Sicherheitshalber vorher entfetten lassen.
Überhaupt Fett: Bitte nur saubere Motorradrahmen und -teile zum Sandstrahlen bringen! Am besten vorher die Teile einmal mit Hochdruck bei einer Waschanlage abstrahlen. Mit fettigen Ablagerungen würden wir uns beim Sandstrahlen unsere staubigen aber sonst sauberen Strahlkabinen verschmutzen.

26. Juli 2007

Kupfer von Aluminium abstrahlen



Die Bilder zeigen das Ergebnis einer Strahlprobe. Die Problemstellung stammt aus der Solartechnik. Bei einem Fertigungsprozess lagert sich kontinuierlich reines Kupfer auf geformten Aluminiumplatten der Fertigungsstrecke ab. Die Kupferschicht wird dabei immer dicker und muss ab einer kritischen Stärke entfernt werden. Die aufwendige mechanische Trennung der beiden Metalle mit Hammer und Meissel beschädigt die Aluplatten. Alternativ wurden daher verschiedene Strahltechniken probiert.
Die Kupferschicht wurde zunächst mit dem sehr harten Strahlmittel Korund abgestrahlt. Dabei sollte möglichst wenig Materialverlust am weichen Aluminium entstehen. Anschließend wurde die Aluminiumoberfläche durch Glasperlenstrahlen geglättet. Die im Foto zu sehende leicht genarbte Oberflächenstruktur entsteht durch das notwendige Korundstrahlen im ersten Arbeitsgang.

20. Juli 2007

Felgen aus Alu oder Stahl


(Foto anklicken für Details)

So sieht eine Alufelge aus, nachdem sie mit Glasgranulat für eine anschließende Pulverbeschichtung gestrahlt wurde. Die Aufarbeitung der eigenen Felgen wird ja immer beliebter und deshalb für alle Interessierten hier einige Informationen über die Technik und die Begriffe des Sandstrahlens:
Man spricht zwar immer wieder vom "Sandstrahlen", aber mit Quarzsand wird in Fachbetrieben schon lange nicht mehr gestrahlt. Strahlmittel zerbröseln beim Aufprall auf die Metalloberflächen und der dabei entstehende Staub aus Quarzsand würde den Sandstrahler der Gefahr der Staublunge (Silikose) aussetzen.
Fachbetriebe benutzen deshalb Schmelzkammerschlacke, ein silikoseungefährliches Strahlmittel. Diese Schmelzkammer- schlacke ist in der Regel gemeint, wenn von Sandstrahlen die Rede ist.
Für Stahlfelgen und die Bearbeitung von Eisen ist das "Sandstrahlen" das geeignete Verfahren, auch für die Grobreinigung von pulverbeschichten Aluminiumfelgen. Alu- oder Edelstahlfelgen werden zusätzlich bzw. ausschließlich glasperlengestrahlt. Glasperlen ist ein Oberbegriff für Granulate unterschiedlicher Körnung aus Natronglas. Dieses Strahlmittel ist teurer als die Schlacke, hat aber den Vorteil, dass keine metallischen Bestandteile enthalten sind. Nachteil ist die geringere Effektivität, weshalb die Sache einfach länger dauert - und Zeit ist ein Kostenfaktor. Je mehr Oberfläche die Felge hat, um so größer ist der Zeitaufwand. Deshalb ist insgesamt das Strahlen von aufwendigen Alu- und Edelstahlfelgen auch teurer als das Strahlen von einfachen Stahlfelgen.
Unabhängig vom Strahlmaterial: Durch das Sandstrahlen wird die Oberfläche des Metalls aufgeraut. Zum Schutz der Felgen muss deshalb eine Weiterbearbeitung durch Polieren, Lackieren oder Pulverbeschichten erfolgen .